Der Kaiserhof Ellmau – wie ein zweites Zuhause

 

Helenes Mutter kommt ursprünglich aus Ellmau, 20 Minuten von Kufstein entfernt. Ellmau hat also einen besonderen Platz in unserem Herzen. Am Ende einer Bergstraße und direkt neben der Skipiste befindet sich das 5 Stern Superior Hotel „Kaiserhof“ und wir hatten das Vergnügen in diesem eleganten Gourmet-Domizil zu residieren. Ein Haus, das sich wie ein zweites Zuhause anfühlt.

Das Tiroler Film-Dorf

Ellmau ist ein schnuckeliges kleines Skifahrer-Dorf auf der Route nach Kitzbühel. Doch es ist auch als Drehort der berühmten TV-Serie „Der Bergdoktor“ bekannt.

Das Bergdoktor-Haus.

Wenn man die Straße vom Kaiserhof hinunter geht, sieht man das legendäre Bergdoktor-Haus. Wir spazierten runter und das Kamerateam war mitten im Dreh von einer Filmszene. Wie spannend.

Am Bergdoktor-Set.

Wenn man im Kaiserhof ankommt, fällt einem sofort die kleine Größe auf, die so gar nicht an ein Hotel erinnert – und zwar im positiven Sinne. Wir waren Teil einer stillen und luxuriösen Wohlfühloase, als ob es ein zweites Zuhause wäre. Besonders aufregend ist, dass man die Skifahrer direkt neben dem Hotel die Piste runterwedeln sieht, wirklich genial.

Skifahren neben dem Hotel. Foto: Kaiserhof Ellmau.

Wir wurden herzlich von der charmanten Dame an der Rezeption empfangen und starteten gleich mit Prosecco und der besten Créme Brûlée, die wir je hatten, in unseren Mini-Urlaub.

Ein genussvoller Willkommensgruß.

Das Hotel ist in Familienbesitz und wird auch von der Familie höchstpersönlich gemanagt, sodass alles einen sehr persönlichen Touch hat. Die Atmosphäre war warmherzig und heimelig.

Wir ließen uns das exzellente, köstliche Nachmittagsbuffet schmecken, während wir die angenehm ruhige Ski-Piste vom Fenster aus beobachteten. 

Die Suite

Unser Gepäck wurde für uns aufs Zimmer gebracht und wir durften uns eine von drei großzügigen Suiten aussuchen. Alle hatten einen anderen Schnitt, andere Farben, eine unterschiedliche Einrichtung und einen anderen Blick auf die umliegende Bergwelt.

Wir hatten das Gefühl, dass man uns wirklich jeden noch so kleinen Wunsch von den Augen ablesen wollte. Wir hatten ein abgetrenntes Schlafzimmer, einen Wohnbereich mit begehbarem Kleiderschrank (das ließ Helenes Herz natürlich höher schlagen), ein Badezimmer und ein separates WC.

Auf diese Suite fiel schließlich unsere Wahl.

Die Suite war wie eine Mini-Wohnung, richtig entspannend und ich fühlte mich wie zu Hause. Als ob ich in der Villa meines reichen Onkels übernachten würde. Als nettes kleines Überraschungsgeschenk stand ein Kaiserhof-Kräutersalz auf dem Wohnzimmertisch.

Der Ausblick von unserem Zimmer.

Mir gefiel auch das Digitalradio, das man im Badezimmer steuern konnte. Natürlich drehte ich gleich Radio U1 auf – das Beste an Tiroler Musik 🙂 .

Richtig toll war die Tatsache, dass wir unseren eigenen Garten hatten, den man vom Wohnzimmer und Schlafzimmer aus betreten konnte.

Ein herrlicher Ausblick beim Aufwachen.

Es gab sogar ein Kissenmenü, wovon man sich sein Wunschkissen aussuchen konnte. Eine tolle Idee, denn zu viele Hotels haben leider Kissen, die meiner Meinung nach viel zu klein sind.

Zeit zum Entspannen

Ich fragte nach, ob und wann es denn einen Aufguss in der Sauna geben würde. Leider wird kein Aufguss vom Personal durchgeführt. Das war aber kein allzu großes Problem, da es mir nichts ausmacht selbst einen Aufguss zu machen und mich mit Helene abzuwechseln. Die Dame, die uns auch die Suiten gezeigt hatte, war so nett und ließ einen Eimer mit Duftwasser für uns vorbereiten, der für uns jederzeit zur Verfügung stand.

Das Schwimmbad. Foto: Kaiserhof Ellmau.

Aus jedem Wasserhahn im Hotel floss Granderwasser, dass mit Energie angereichert ist und gesundheitsfördernde Wirkung haben soll.

Granderwasser.

Im Spa-Bereich gab es eine Auswahl an verschiedenen Sirup-Sorten und gesunden Snacks – und natürlich auch eine Auswahl an unterschiedlichen Luxus-Spa-Behandlungen, womit man sich verwöhnen lassen konnte.

Der Pool hatte eine gute Größe und weiter am Ende des Ganges gab es einen wunderschönen Relax-Bereich. Darunter war der Sauna-Bereich mit unterschiedlichen Saunen und Dampfbädern.

Noch ein Relax-Bereich. Foto: Kaiserhof Ellmau.

 

Eine tolle Sache war das Fenster zwischen der finnischen Sauna und der Bio-Sauna. Dadurch wirkte die Sauna noch größer, obwohl sie für ein so kleines Hotel ohnehin schon ziemlich groß war. Was wir vermissten, war ein Tauchbecken. Dafür gab es aber eine Tür nach draußen mit einem kleinen Bereich, in dem man in den Schnee hüpfen konnte um sich abzukühlen.

Was uns im Sauna-Bereich nicht gefiel, war die Beleuchtung. Normalerweise sollte man im Saunabereich gedimmtes Licht haben um die Entspannung zu fördern und etwas mehr Intimsphäre zu schaffen.

Aktivitäten

Da der Kaiserhof direkt an der Skipiste liegt, kann man ohne Umwege direkt vom Hoteleingang auf die Piste gelangen. Ein Traum für jeden Skifahrer, es gibt keine Shuttle-Busse, keine lästigen Wartezeiten. Ganz unkompliziert und staufrei – besser geht’s nicht.

Die Piste gehört zur Skiwelt Wilder Kaiser, dem größten zusammenhängenden Skigebiet Österreichs, das den ersten Preis als bestes Skigebiet im „Skiresort Service International“ gewann. Zum Skifahren gibt es also wohl kaum einen besseren Ort.

Die Piste direkt vor der Tür. Foto: Kaiserhof Ellmau.

Im Winter kann man natürlich auch noch Langlaufen oder Schneeschuh-Wandern. Der Sommer lädt ein zum Wandern, E-Biken und Schwimmen im See.

Der Kaiserhof Ellmau hat übrigens seinen eigenen Badesee. Foto: Kaiserhof Ellmau.

Höchste Gaumenfreuden

Beim Abendessen gab es keine festgesetzte End-Zeit, alles war sehr relaxt.

Die Köche werden vom Küchenchef und Eigentümer, Günter Lampert, höchstpersönlich gemanagt. Im hoteleigenen Kochbuch (das man im Hotel kaufen kann) verrät Herr Lampert, dass ihm Gäste, die gerne alles aufessen, die liebsten sind. Na dann war ich wohl der perfekte Gast.

Die Küche ist mehrfach ausgezeichnet: Gault Millau, A-la-carte, Der Große Restaurant- und Hotelguide – Österreichs Koch des Jahres 2011 und Österreichs Restaurant des Jahres 2003. Beim Abendessen wurde uns bewusst, warum die Küche so viele Preise eingeheimst hatte.

Eine unglaubliche Gourmet-Küche. Foto: W.Hummer / Gourmetreise.

Als wir uns an unseren Tisch setzten, kam Eigentümerin und Managerin Bianca Lampert zu uns rüber, begrüßte uns herzlich und fragte uns, ob alles zu unserer Zufriedenheit war. Und man sah ihr an, dass ihr das Wohl eines jeden Gastes wirklich am Herzen liegt. Das Gespräch vom Nebentisch konnten wir mithören und Frau Lampert erkundigte sich, wie den Gästen die am Vorabend empfohlene Skipiste gefallen hat.

Das ist der persönliche Touch, den wir vom ersten Moment unserer Ankunft an spürten. Und das imponierte uns wirklich sehr, denn so ein Level an Service gibt es nicht in vielen Häusern.

Das Restaurant. Foto: Kaiserhof Ellmau.

Wir wurden freundlich vom Kellner begrüßt. Er gab uns eine sehr umfangreiche Weinkarte, die auch den eigenen Wein des Hotels führte. Den Hauswein kann ich wirklich wärmstens empfehlen, am besten kauft man sich eine Flasche im Hotel, die man dann mit nach Hause nehmen kann.

Die Weinkarte.

Der Kaiserhof-Wein ist aus Österreich und wurde gemäß den Geschmacksknospen von Hr. Lampert produziert. Serviert wurde der edle Tropfen in Dekantern und Gläsern aus dem Hause Riedel, sodass man den Wein in seiner höchsten Vollendung erleben konnte. Nun bin ich kein Weinkenner, aber ich muss ehrlich gestehen: Das war der beste Wein, den ich je in meinem Leben hatte, wirklich außergewöhnlich.

Der Kaiserhof-Wein.

Es gibt einen hauseigenen Sommelière, der sein Wissen über unterschiedliche Weine gerne weitergibt und Weinverkostungen im hoteleigenen Vinariat durchführt.

Das Vinariat. Foto: Kaiserhof Ellmau.

Ich war so beschäftigt mit all den herrlichen Gaumenfreuden meines 6-Gang-Menüs, dass ich das Fotografieren komplett vergaß – es sei mir verziehen. Deshalb ein Foto vom Hotel…

Gourmet-Küche. Foto: W.Hummer / Gourmetreise.

Wow, eine exzellente Auswahl an Gerichten mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Jeder Gang war perfekt, besser als wir uns das vorgestellt hatten.

Um den Abend harmonisch abzurunden, spielte und sang ein Gitarrist seine ganz eigene Akustik-Version von Rock- und Soul-Stücken in der Kaiserbar. Fantastisch.

Frühstück

Normalerweise gibt es ein Frühstücksbuffet mit einer reichlichen Auswahl an Leckereien. 

Nun ja, im Kaiserhof Ellmau gab es eine großzügige Frühstückskarte, von der man bestellen konnte – zusätzlich zum mehr als reichhaltigen Buffet. Und Leute, die so gerne essen wie ich, können so oft von der Speisekarte nachbestellen, wie sie möchten.

Die Frühstücks-Speisekarte.

Ich genoss vier Speisen, darunter auch ein saftiges Steak und Kasspatzln. Noch heute kann ich die hohe Qualität des Essens und die riesige Auswahl an Speisen kaum fassen. Ich komme definitiv wieder.

Für die Heimreise gab man uns Mineralwasser und hausgemachten Kuchen, mmhhh.

Zum Schluss

Der Kaiserhof Ellmau ist ein kleines Idyll der ganz besonderen Art für eine Kundschaft, die Wert auf eine familiäre Atmosphäre und den ultimativen Gourmet-Luxus legt. Die kleine Größe des Hotels bringt es mit sich, dass man keine langen Wege zurücklegen muss, alles ist innerhalb weniger Minuten zu erreichen. Trotzdem ist überall mehr als genug Platz.

Ein stressfreier Urlaub. Foto: Kaiserhof Ellmau.

Das Personal gab uns das Gefühl, als wären wir die einzigen Hotelgäste und doch fühlten wir uns nie einsam, es war wirklich toll. Auch Kinder sind im Kaiserhof willkommen. Es gibt einen Kids Club und Kinderaktivitäten. Es ist wirklich wie ein zweites Zuhause.

Um einen genussreichen Gourmet-Urlaub in den Bergen des Tiroler Film-Dorfs zu buchen, schau doch am besten auf der Website vorbei.

Und weil es so schön war, gibt es hier noch mehr Eindrücke. (Fotos: Kaiser Ellmau).


Ashley Wiggins

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